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Corinnas Besuch in einer Seniorenresidenz

Soooo, wir waren mal in einem edlen superexklusiven Seniorenresidenz zu Gast. Schließlich wollten wir in Erfahrung bringen was uns, falls wir Millionäre Heiraten, Millionen durch eigene Arbeit erreichen ( bei uns eher unwahrscheinlich, alle Erfindungen die uns eingefallen sind gibt es schon) oder Millionen durch den Lottojackpot erzielen, in 60 Jahren erwartet! Ein Riesentor wird, nachdem wir geklingelt haben, automatisch geöffnet. Allein die sensationell lange Alleenauffahrt, auf gepflegtem weißen Kies ist ein Traum. Als wir vor dem Eingang ankommen staunen wir nicht schlecht. Rechts neben der Residenz erstreckt sich eine endlos lange Geschäftsreihe, ähnelt in gewisser Weise einem Ministadtmodel. Man sieht auf einen Blick: Rollstuhl-Rolllator-Fahrer sind hier mehr als willkommen! Für Auto- Rad und Motoradfahrer ( echt wahr!) gibt es große gekennzeichnete Parkflächen. Vor der gläsernen Eingangstür stehen, ohne Witz, zwei, mit weißen Handschuhen und Frack bekleidete Pförtner. Wir verkünden freudestrahlend wir würden uns gerne einmal mit einem Orientierungsgang durch die Residenz vertraut machen denn schließlich würden wir ja auch, in vielen Jahren, vermutlich eine angenehme Bleibe benötigen. Wir reden hier so, weil Knigge hier oberste Priorität hat. Selbstverständlich erhalten wir lächelnd Zutritt und landen in einer großen, mit bunten Glasfenstern versehenen Empfangshalle. Ein ebenfalls befrackter Herr eilt geradewegs auf uns zu. Er begrüßt es, dass junge Damen sich auf den Weg gemacht haben um zu wissen wie ältere Herrschaften ihren Lebensabend verbringen. Wir bekommen tatsächlich eine Residenzkarte ausgehändigt. Zwei Außen- und Vier Innenpools, zwei Fitness-Studios, Tischtennishalle mit 10 Tischen, Billiardsalons, Raucherbibliothek, Nichtraucherbibliothek, Golfplatz, Tennisanlage, Kartbahn, Zumbaraum, Aerobicraum, Schachraum, Bingo, Canasta und Rommeraum, Kinos ( drei Stück), Ballsaal, zwei Discotheken ( eine mit alten Schlagern, eine mit unsere Musik) , Basketballhalle, Friseur ( vier Mal) Fusspediküre, Körperlifting, Nagelmaniküre, Fußballplatz, Sauna ( drei) Thermalbad, Solarium, Wiener Kaffee-Salons, Taxistabd, Hubschrauberlandeplatz, Restaurants,Pizzerias, Liegewiese, Volleyballfeld, Computerraum, Krankenstation, Ärztehaus, künstliche Seen ( einer für Wassersport der schnellen Art, der andere für den leisen Wassersport) es geht noch ewig so weiter, wir stehen lesend und staunend immer noch in der Rezeption. Langsam bewegen wir uns durch die Rezeption, egal wo wir hinblicken begegnen uns freundliche aufgeschlossene Gesichter von den Bewohnern. Ja, hier hat nur wer reich ist eine Chance, soviel steht fest. Hinter der Rezeption geht es raus ins Grüne, dort stehen mehrere Häuser mit jeweils zwei Stockwerken ( natürlich mit Aufzügen, Treppen und sacht nach unten gelagerte Rollstuhlrampen, die ebenfalls in jedes Stockwerk führen). Wir begeben uns in Haus drei, weil dies die Glückszahl meiner Freundin ist. Wie nicht anders zu erwarten öffnet uns ein freundlich livrierter Mann die Tür. Zuallererst fällt uns ins Auge ist ein Arzt in dem Haus wohnhaft. In jedem Haus sind 8 Ärzte und 8 Schwestern Tag und Nacht, im Schichtdienst tätig- wird uns mitgeteilt. Warum wundert uns das nicht. Jeder Anwohner hat eine eigene Schwester, Putzfrau ( hier arbeiten keine Putzkolonnen!) die den ganzen Tag zur Verfügung stehen. Wir würden gerne mal zu Frau....... Natürlich, gerne ich melde Sie an, um diese Zeit ist die Dame eher auf dem Golfplatz.... Macht nichts, nachdem der Herr und seine Aussage bestätigt hat besuchen wir halt Herr..... Da müsste ich in der Bibliothek nachfragen, ob er Interesse hat Sie kennen zu lernen. Fantastisch hier ist jeder sinnvoll beschäftigt. Herr..... hat Bedarf und eilt ( er sitzt im Rollstuhl) lächelnd, nach 10 Minuten Wartezeit, auf uns zu. Wenn ich vorausfahren darf? Er darf, wir Hechten die Treppen hoch. In seinem Appartement angekommen kriegen wir den Mund nicht mehr zu, der Herr hat garantiert nicht seine letzten Habseligkeiten zusammengepackt! Sein Smartphone klingelt, er verabredet sich für den Nachmittag. Ob wir noch eine gute Freundin von ihm kennenlernen möchten? Ja, natürlich. Und prompt verlassen wir die Fürstensuite um in einer anderen zu landen. Herrgott hier lässt es sich leben. Also nach einem ereignisreichen Ausflug in eine unwirkliche Märchenwelt aus Tausend und einer Nacht begeben wir uns ungern wieder zurück. Mal sehen was uns morgen in einem Mittelklasse Seniorenheim erwartet. Katja motzt vor sich hin, wir haben soviel gesehen außer den Geschäften, Boutiquen. Ich tröste sie, dafür haben wir die Menschen die die Kleider tragen gesehen! Eure Corinna

18.3.14 10:50

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